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Motorrad stottert/ Vorstellung

 
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MadMax94
Neuling
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Anmeldedatum: 04.07.2019
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 06, 2019 11:05 am    Titel: Motorrad stottert/ Vorstellung Antworten mit Zitat

Hallo liebe XJ-Fahrer, XJ-Schrauber!
Ich bin Max, komme aus dem schönen Wernigerode im Harz und bin seit drei Monaten stolzer Besitzer einer 85er Yamaha XJ 550. Ich habe vorher noch nie großartig an Motorrädern rumgeschraubt bis auf meine kleine Simson S51 die ich mit 15/16 zusammen mit meinem Vater neu aufgebaut habe.
Seitdem ich die XJ habe lese ich fleißig im Forum nach und habe schon diverse Probleme bzw. Anfängerfehler gelöst bekommen.

Ich will jetzt ein wenig auf den Zustand meiner XJ und auf meine bisherigen Arbeiten eingehen:

Gekauft im April und war in einem guten, gepflegten Originalzustand. Bis auf den rechten Seitendeckel alles vorhanden. Nur angesprungen ist sie nicht was mir jedoch relativ egal war, da ich sowieso schrauben wollte. Also gekauft wie gesehen mit nach Hause genommen, Vergaser ausgebaut, gereinigt und wieder verbaut. Auf einmal hat sie Luft geholt und sprang mit einem schönen Sound aus den Sito-Endtöpfen an. Schönes Gefühl Wink Nun lief sie erstmal. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Motorradführerschein hatte, bin ich als nächstes schiebend zu unserem Suzuki Händler um die Ecke gegangen um die XJ synchronisieren zu lassen.
Die kleine lief danach jedoch schlechter als vorher. Also wieder Vergaser raus, in der Werkstatt ein zweites mal reinigen lassen (auf Empfehlung von der Werkstatt) viel Geld da gelassen und Vergaser eingebaut. Natürlich nicht bzw. sehr schlecht angesprungen die Gute. Danach hatte ich die Schnauze voll von Werkstätten und habe mir vorgenommen alles, soweit möglich, selber zu machen. Habe mir dann die Zündkerzen angesehen, neu gemacht und einen Ölwechsel vorgenommen. Die Suppe die beim Öffnen der Ölablassschraube raus kam sprach für sich. Rein gehören 2.5 Liter laut Handbuch, raus kamen 3,2 Liter Motoröl- Benzin- Gemisch. Problem war entweder jemand der den Benzinhahn auf PRI stehen lassen hat oder eine defekte Membran im Benzinhahn.
Mit neu abgedichteten Benzinhahn und frischem Ölfilter und Öl lief auf einmal alles stabil. Dann endlich Führerschein bekommen, Motorrad angemeldet und raus auf die Straße. Alles wunderbar und fährt und fährt und fährt. Verbrauch lag bei ungefähr 5,5- 6 Liter. Nach ca. 500 Km bin ich die erste "Tour" zum Kyffhäuser Denkmal gefahren. Vorher mal leer gefahren und das erste mal Super Plus getankt. War auch alles schick, der Hinweg (Ca. 90 KM) war recht sportlich mit einer kurzen Pause um das alte Mädchen etwas abzukühlen bei 28 Grad Außentemperatur. Dann kam der Rückweg. Nach der Hälfte der Strecke hab ich schon immer mal in kurven gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt.
Das Motorrad hat auf einmal im Drehzahlbereich bis 2500 U/min Aussetzer, Stottert rum nimmt kein Gas an. Wenn ich runterschalte und mit höherer Drehzahl fahre, ist alles super, zieht gut durch keine Leistungseinbrüche oder sonstige negativen Fahreigenschaften. Hab die kleine dann erstmal bis Mittwoch stehen lassen und mir die Geschichte dann nochmal zu Gemüte geführt. Versucht anzulassen---> NÖ. Batterie geladen, Kerzen angesehen( alles gut), Luftfilter ausgepustet (war schon sauber), Vergaser entleert. Dann ging sie wieder an. Also eine Runde warm gefahren und das Vergasergemisch eingestellt, da ich die Vermutung hatte die Bude läuft zu Fett. Zuerst eine halbe Umdrehung an jedem Vergaser nach links. Probefahrt ---> Keine Besserung. Dann immer wieder eingestellt, gefahren. Zum Schluss waren es insgesamt 2,5 Umdrehungen nach links pro Vergaser. Nur eine kleine Verbesserung war zu spüren, jedoch war der Leistungsverlust und die Hitzeentwicklung stärker als die Verbesserung. Also wieder eine Umdrehung zurück. Habe mich dann noch einmal mit dem Handbuch auseinander gesetzt. Da bin ich auf Motoröl gekommen. Problem ist: Kein Ölmessstab... wurde von einem Vorbesitzer durch ein Thermometer ersetzt. Auf dem Hauptständer abgestellt habe ich dann gesehen, dass das Schauglas nicht bis oben gefüllt ist, also ca. 200 ml Öl aufgekippt. Hat auch nichts gebracht. Manchmal wenn sie so rumtuckert spinnen die Blinker und blinken übertrieben schnell.

So ich hoffe das war jetzt nicht zu viel Geschreibsel aus meiner bisherigen Schrauberkarriere. Ich bin gespannt ob ihr neue Lösungsansätze für mich habt und freue mich auf eure Tipps.
Könnte mir noch jemand zusätzlich die Maße für einen Ölmessstab durch geben mit den Markierungen und so weiter?! Dann kann ich mir wenigstens einen nachbauen zur Kontrolle vom Öl.

Jut das war´s erstmal freu mich auf eure antworten und zum Schluss danke für die Aufnahme ins Forum.
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Zitteraal
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 06, 2019 4:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ölmessstab? Du hast auf der rechten Seite ein Schauglas.
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Gruß Ralf

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So long, and thanks for all the fish, Douglas!
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WeDoTheRest
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 06, 2019 6:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ölmessstab gibt es nicht. Aber 2 Striche am Schauglas. Zwischen denen sollte sich der Ölstand befinden.
Wenn Du vermutet hast dass sie zu fett gelaufen ist und dann die Einstellschrauben links rum verstellt hast, läuft sie jetzt noch fetter. 2,5 Umdrehungen raus ist die Grundeinstellung. Wenn sie damit anspringt und das Gas nach dem Gas geben zügig wieder zurück geht, läuft sie schon mal nicht zu mager. Ich vermute aber, Du hast ein elektrisches Problem. Alle Leitungen, Steckverbinder (vor allem Gleichrichter und Regler) überprüfen, Zündspulen durchmessen und evtl. Eine andere TCI ausprobieren.
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 06, 2019 6:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

BTW: willkommen hier und viel Spass mit der XJ. Eines der schönsten in meinen Augen (wenn‘s nich gerade zu einem Caferacer oder sonstigen Blödsinn verschandelt wurde).
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BeitragVerfasst am: So Jul 07, 2019 1:43 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Max.
Nach einer Vergaserrevision ist der Kraftstoffstand der wichtigste zu prüfende Messwert. Ist das gemacht worden?
Sind neuwertige Schwimmerventile drin und auf Dichtheit geprüft? Die macht man eigentlich immer neu, wenn Vergaser auseinander sind.
Sind die Drosselklappen auf Gleichstand? Ist sinnvoll, als Basis zum späteren Drucksynchronisieren.
Ist der Tank innen rostfrei? Wenn nicht, kann das die Ursache der Verschlechterung sein.
Der 550er Motor kann auch unter zwofünf, aber so fährt man den nicht ohne Not. Der fühlt sich doch erst ab 5000 wirklich wohl.
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MadMax94
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BeitragVerfasst am: So Jul 07, 2019 9:23 am    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Ich werde mich heute ans Möppi setzen und mal alles durchmessen. Zündspule bzw. TCI hört sich logisch an.

@XJ-Eddie, beim Reinigen vom Vergaser wurden lediglich 0-Ringe neu gemacht das passierte in der Werkstatt. Drosselklappen sind auf Gleichstand. Tank ist wie geleckt von Innen. Benzinfilter ist auch noch zusätzlich rein gekommen also kann normalerweise kein Dreck durch kommen in die Vergaser. Ansonsten kann ich leider mit Kraftstoffstand messen nicht viel anfangen. Kannst du mir da auf die Sprünge helfen?

@WeDoTheRest, werde nochmal in die andere Richtung stellen vielleicht bringt es ja den erwünschten Erfolg. Bin davon ausgegangen, dass das Gemisch beim herausdrehen der Schraube magerer wird (Schande über mein Haupt, jetzt vergesse ich das nicht mehr Very Happy ) wie am Anfang schon gesagt werde ich alles durchmessen um Gewissheit zu haben. Danke!

@Thema Ölmessstab dachte es gibt einen. Keine Ahnung wo ich das gelesen habe

Ich melde mich dann wieder wenn es was neues gibt!
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BeitragVerfasst am: So Jul 07, 2019 11:44 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die TCI kann man leider nicht messen. Da hilft nur Austausch gegen eine die 100%ig funktioniert (ausleihen?).
Zusätzlicher Benzinfilter ist eher kontraproduktiv.
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XJ-Eddie
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BeitragVerfasst am: So Jul 07, 2019 2:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

MadMax94 hat Folgendes geschrieben:
...kann ich leider mit Kraftstoffstand messen nicht viel anfangen. Kannst du mir da...

Aber gern. Die Schwimmerkammerventile regeln den Kraftstoffstand in den Schwimmerkammern und sind Verschleißteile. Normale Lebensdauer ca 30000 km, kann auch länger sein, ist dann aber unsicher. Bei Versagen landet Benzin im Öl oder fällt der Zylinder aus. Kosten ca 10 Euro/Stück und sollten bei unbekannter Vorgeschichte generell neu rein.

Mit Kraftstoffstand ist die Füllhöhe oder das Niveau in den Schwimmerkammern gemeint. Der stimmt mit neuen Schwimmernadeln und/oder Schwimmerventilen meistens nicht mehr, ist aber entscheidend für guten Motorlauf und muss daher geprüft werden. Dazu schließe ich eine hoch gehängte Spritflasche an die Benzinzufuhr an und vier durchsichtige Schläuchlein an die Entleer-Anschlüsse. Bei geöffneten Entleerschrauben zeigen die Schläuche außen den Stand innen an.

Yamahas Vorgabe für die 550er lautet 2 mm unter der Dichtungsfläche, Toleranz +-1 mm.

Bei Abweichungen öffne ich die Vergaser und biege die Schwimmerzungen, die auf die Ventile drücken. Prüfe dann neu und korrigiere, bis es stimmt.


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