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Vorderrad-Bremse

 
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#7140
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 07, 2018 5:17 pm    Titel: Vorderrad-Bremse Antworten mit Zitat

Moin,

ich habe meinem Mopped das Klappern der Bremssättel abgewöhnt, indem ich Shims aus dünnem Kupferblech gebastelt und unter das originale Gleitblech gesteckt habe.



Durch die Umkantungen des Gleitbleches kann da nix verrutschen, und Klappern tut da auch erstmal nix mehr. So weit, so gut.

Wie beim Schrauben üblich, nimmt man eine Baustelle in Angriff fallen einem gleich die nächsten zwei auf:


vorher


nachher

Das ist in FR links, kolbenseitig. Die rechte Seite war auch verkehrt montiert - zumindest schieße ich das aus der unparallelen Stellung der Haltenasen (im unteren Bild die oberen beiden). Welchen Sinn erfüllen denn diese Beilagescheiben, und sind die so nun richtig oder ist da auch links und rechts vertauscht?

So, und da das schon offensichtlich nicht ganz korrekt montiert war, drängte sich sogleich die Frage auf was denn bitte hier los ist:





Der Kolben steht für meinen Geschmack deutlich zu weit draußen, und die Schwimmlagerung befindet sich so ziemlich in Endstellung, sodass die Belagführung sogar schon angeschliffen ist.

Ok, die Beläge sind am Ende, und neue sind auch schon bestellt (EBC Semi-Sinter). Trotzdem wüsste ich gerne wie die Verschleißmarkierung am Sattel (1 4 7) zu deuten ist, und ob da nicht doch irgendwo noch ein Distanzstück o.ä. fehlt, speziell zwischen innerem Belag und Sattel.

Immerhin ist der Bereich in dem der Sattel theoretisch schwimmen könnte ziemlich weit. Laut Buch ist das alles ok so, aber dass die Belagführung trotz Restbelag an der Scheibe schleifen kann scheint mir nicht plausibel. U-Scheiben zwischen Gabel und Führung würden Abhilfe schaffen, aber bevor ich das mache frag' ich lieber doch mal in die Runde ob hier nicht doch einfach irgendwo was fehlt.
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MfG
Jens

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#7140
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 07, 2018 5:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Edith meint gerade, dass die Führung an der Scheibe schleift ist natürlich quatsch, vermutlich kommen die Schleifspuren eher von Fremdkörpern. Die Scheibe sitzt schon einigermaßen ok zwischen der Führung, wenn auch nicht ganz mittig, aber man erkennt trotzdem deutlich wie weit der Kolben draußen ist und dass der Schwimmbereich maximal ausgeschöpft ist:

[img]https://abload.de/image.php?img=whatsappimage2018-09wjif1.jpeg[/img]

[img]https://abload.de/image.php?img=whatsappimage2018-097ocqb.jpeg[/img]

Bleibt die Frage, wie dick sind eigentlich neue Beläge, und wo liegt die Verschleißgrenze?
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Jens

XJ 550 4V8
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 07, 2018 6:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

So weit wie der Kolben raus guckt stimmt das was ganz gewaltig nicht.
Aber eigentlich kann man da nichts verkehrt zusammen bauen.
Diese Bleche sind sogenannte Antiquitschbleche. Die sollen, durch leichtes verkanten der Beläge beim bremsen, das Bremsquitschen verhindern.
Ausser dazu sind die zu nichts gut. Oftmals werden die gleich entsorgt.
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Gruß, Jörg
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 07, 2018 6:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jens.
Schöne Bastelei, deine kupfernen Gleitflächen. Bei meiner 550er waren an den Stellen in Jahrzehnten zerbröselte gummiartige Fragmente. Die Flächen habe ich mit der dürftigen, aber doch vorhandenen Schmierfähigkeit von Kupferpaste wieder zum arbeiten gebracht. Ende des Klapperns. Vorher hatte sich das ganze beim bremsen durchgebogen, bevor es zum gleiten kam. Weil nämlich auch der Gleitbolzen mangels Schmierung von Gleiten nichts wissen wollte. Die Bremsscheibe hat dennoch nichts berührt, wahrscheinlich aber nur, weil die Beläge noch recht dick waren.



Eins der ersten Bilder nach Ankunft der Maschine bei mir, vor der Generalüberholung, nach der „Behandlung“ vom Dorfschmied.

Das weite hervor treten des Kolbens sehe ich nicht als Problem. Immerhin ist der 36,5 mm lang.

Solche schrägen Bleche an den Belägen gab es bei meinen 550er Bremsen zwar nicht. Die kenne ich aber von anderen Maschinen. Die sollen, in Drehrichtung vorne eingebaut, die schräge Abnutzung der Beläge korrigieren, damit die Kolben nicht verkanten.

Eine Verschleißanzeige finde ich auf meinen Bildern nicht, und die Motorräder habe ich nicht mehr. Zeig doch mal.
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Gruß von Eddie.
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#7140
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 07, 2018 7:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Im Bucheli steht nur soviel:



Am Sattel (Bild 4 oben) ist eine 4 und eine 7 zu erkennen, und eine Markierung die vermutlich die Grundstellung zeigt. Aus den Zahlen werd ich aber nicht schlau.

Übrigens ist das Kupferblech nur als Shim gedacht um den Spalt zwischen Gleitblech und der Gleitfläche am Sattel zu verringern, und ich habe an allen beweglichen Stellen MoS2-Paste verwendet. Theoretisch ist die Schwimmlagerung schön gängig, sie ist halt nur maximal ausgereizt.

Werde jetzt erstmal abwarten wie dick die neuen Beläge sind und wie die Sache damit aussieht. Zum Glück sind meine Kolben unter der Sch(m)utzschicht top erhalten, das Zurückdrücken sollte also kein Problem werden.

Das ist ja wirklich feinste Schmiedekunst, da weiß man ja gar nicht ob man lachen oder weinen soll. Hat wohl nicht die richtige Bearbeitungstemperatur gehabt... Shocked Confused
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Jens

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BeitragVerfasst am: Fr Sep 07, 2018 8:39 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mach Dich nicht fertig. Mit neuen Belägen sieht das alles sicher wieder besser aus.
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BeitragVerfasst am: Sa Sep 08, 2018 4:40 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Jens.
Aus den Zahlen werd ich auch nicht schlau. Aber zum schlau werden ist Bucheli sowieso ungeeignete Literatur. Mit verschwurbelten Formulierungen vertane Zeit. Um Bremsbeläge von 10 mm (neu) auf 4 mm (deine, geschätzt, und Minimum nach Yamaha) runter zu schrubben brauchen wir doch keine fremde Hilfe, oder. Da reicht doch Augenmaß.
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BeitragVerfasst am: Sa Sep 08, 2018 10:05 am    Titel: Antworten mit Zitat

4mm Minimum? Sind eher so noch 2mm drauf. Das erklärt natürlich einiges...

Ihr habt ganz recht, ich danke euch. Werd jetzt erstmal "eben mal schnell" den Kettensatz wechseln, bin mal gespannt was mir da so aus der Trommel entgegen fallen wird, die Hinterradbremse verhält sich nämlich auch bisweilen etwas eigenwillig. Ihr dürft inzwischen gerne schonmal Tips abgeben für brauchbare Bremsbacken. Wink
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Jens

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BeitragVerfasst am: Sa Sep 08, 2018 10:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn du den Kettensatz wechselt wirf doch mal bitte einen Blick auf das Lager des Kettenblattträgers.

War bei jeder meiner XJs bisher hinüber. Wink

Andy
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BeitragVerfasst am: Sa Sep 08, 2018 12:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Schau Dir genau den Bremsnocken an der die Beläge auseinander drückt.
Dessen Welle nach aussen ist oft schwergängig. Also..... ausbauen, reinigen, schmieren, zusammen bauen.
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Gruß, Jörg
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#7140
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BeitragVerfasst am: Sa Sep 08, 2018 8:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Tips!

Alle Lager sind absolut top, laufen sehr leichtgängig, ruhig und spielfrei. Sehen auch teilweise so aus als wenn sie schonmal gemacht worden wären, vermutlich als die Räder neu lackiert wurden. Die Ruckdämpfer sind in bestem Zustand, und die Mechanik der Bremse auch - der Nocken sieht aus wie neu.

Tatsächlich sind nur die Backen am Ende. Die Bremse packte vorher nicht richtig, und löste auch nur widerwillig. Eine gründliche Reinigung, ein grober Durchgang mit Schleifpapier und der gezielte Einsatz von MoS2-Paste weckte ungeahntes Potential. Ein gewaltiger Unterschied, aber trotzdem kommen da alsbald neue Backen rein.

Der einzige echte Wermutstropfen ist die Schaltwelle, die ist ein wenig krumm, deshalb passt auch der Deckel nicht richtig:





Ein paar unwichtige Gehäuseteile sind leider auch ausgebrochen, die Maschine muss wohl mal ordentlich einen mitbekommen haben. Aber es ist alles dicht und schalten tuts auch sauber, von daher bleibt das erstmal so. Ist ja auch sicher mit etwas mehr Aufwand verbunden, evtl nehm ich das übern Winter mal in Angriff. Die Lüsterklemme (wtf) ist übrigens bei der Aktion auch gleich rausgeflogen.

Als nächstes stehen neue Ansaugstutzen auf dem Programm, sowie Ventileinstellung, Vergaserreinigung und Synchro. Also nachdem das Kapitel Bremse abgeschlossen ist.
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Jens

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