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Probleme mit Turbo und Kraftstoffsystem

 
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helip
Gast





BeitragVerfasst am: Di Mai 18, 2004 12:26 pm    Titel: Probleme mit Turbo und Kraftstoffsystem Antworten mit Zitat

Hallo Kollegen,
kurz meine Geschichte bezüglich der XJ650T.
Ich habe vor kurzem eine XJ650T in recht, na ja sagen wir mal, angegammeltem Zustand geschenkt bekommen.
Der Vorbesitzer hatte versucht sie nach längerer Standzeit zu starten und hatte keinen Erfolg.
Als ich nun das Motorrad zu Hause hatte bemerkte ich bereits auf dem Anhänger einen Benzinfleck. Beim abladen (rückwärts) floss Benzin aus dem Auspuff. Ich habe daraufhin die Zündkerzen entfernt und einmal durchgestartet. (Mit abgenommenen Benzintank da der Benzinhahn etwas undicht ist) Aus den Kerzenlöchern kamen beim Durchdrehen regelrechte Benzinfontänen.
Habe dann über Nacht di Batterie wieder geladen und da noch immer ein Öl-Benzingemisch aus dem Auspuff tropfte, eine Topf untergestellt. Ergebnis: ca. 2 Liter Öl-Benzingemisch im Topf!!
Nach nochmaligem Starten (Tank noch immer abgenommen) ist sie dann auch angesprungen und recht gut gelaufen. (Drehzahl: Leerlauf – 3.000 Upm) Allerdings nach dem Abstellen immer noch Austritt von Öl und später auch Öl-Benzingemisch im Beriech Torbolader.
Soweit der Iststandbericht, und nun zu meiner Frage:
Was kann da alles hinüber sein? Ich denke einmal das es jedenfalls den Turbo erwischt hat?
Kann noch etwas kapput sein, das das Motorrad derart extrem absaufen konnte?
Kann man den Turbo reparieren?
Kann man nach Überbrückung (des Turbos auch kurzfristig ohne denselben fahren?
Noch was recht Wichtiges: Ich würde dringend eine Reparaturanleitung und einen Ersatzteilekatalog benötigen!
Kann mir jemand damit dienen? Natürlich gegen Kostenausgleich!

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen. Wäre ja doch schade wenn man das Ding wegwerfen müsste!

Besten Dank schon mal für eure Hilfe!
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georg_horn
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BeitragVerfasst am: Di Mai 18, 2004 1:20 pm    Titel: Re: Probleme mit Turbo und Kraftstoffsystem Antworten mit Zitat

Hallo,

oh oh, das klingt nach einer Generalueberholung... Wie lange hat das Mopped gestanden?

Ich wuerde mal die Vergaser zerlegen und reinigen, und evtl. neue Schwimmernadelventile
einbauen und die Schwimmerstaende einstellen, dann sollte das Absaufen sich erledigt haben.
Bevor Du weitere Experimente und Probelaeufe machst, unbedingt auch das Oel wechseln.
Zuviel Benzin im Oel kommt nicht gut...

Wie sieht's im Tank aus, kein Rost? Dichtet der Benzinhan noch? Dann sollte man den auch
schliessen, wenn das Mopped laenger steht.

Pruefe auch, ob die Benzinpumpe noch laeuft. Bei eingelegtem Gang den Startknopf
druecken, dann hoert man die Pumpe summen. Wenn nicht: man kann die zerlegen und
saeubern, dazu muss man "nur" die Boerdelung mit etwas sanfter Gewalt aufbiegen.

Der Lader muss nicht zwangslaeufig defekt sein, er laeuft nur bei langer Standzeit langsam
aber sicher voll Oel. Nimm mal den linken Auspuff ab und sieh nach, ob die Welle sich ganz
leicht dreht und nur minimales Spiel hat (ein wenig ist ok). Auf der rechten Seite kann man
ebenfalls den Ansaugschlauch abnehmen, und das Benzin-Oel-Gesabber rauslaufen lassen.
Der Rest wird dann wenn man mal richtig Gas gibt unter einiger Qualentwicklung verbrannt...
;-) Wenn Du Dir nicht sicher bist, baue den Lader aus und lass ihn ueberpruefen und evtl
reparieren. Siehe dazu http://www.turbolader.net/ Ich habe es auch schon gehabt, dass sich
aus dem Sammler Blechteile losvibriert hatten und den Lader blockierten, also auch evtl
den Sammler ausbauen und inspizieren.

Man kann auch ohne Lader fahren, allerdings zieht der Krapfen dann keinen Hering vom
Teller. Repanleitung sollte Wolf haben?

Ach ja, wo steht das Ding? Und: bevor Du sie wegwirfst, sag' mir Bescheid! ;-)

Gruss,
Georg
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helip
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BeitragVerfasst am: Di Mai 18, 2004 2:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Georg,
ich denke die hat so um die 4 Jahre gestanden, und zumindest einen Teil der Zeit auch im Freien. Ist jetzt aber halb so schlimm als es sich anhört, ist halt nur ein bisserl abgegammelt. Vor allem die Krümmer und der Zylinder.
Weitere Probeläufe habe ich keine vor, bevor die ganze Sache nicht entsprechend überprüft wurde.
Tank ist gut, kein Rost.
Benzinhahn dichtet nicht mehr so toll. Ist etwas undicht.
Benzinpumpe werde ich prüfen. Danke.
Auch die Prüfung des Laders werde ich vornehmen. Leider sind nur die drei schrauben mit denen der linke Puff angeschraubt ist total abgenudelt, werde die Dinger wohl aufschleifen müssen. Vielleicht geht’s noch mit einen Linksausdrehter.
Einzig die Sache mit den Vergasern macht mir noch sorgen. Ich habe ja noch eine CBX1000 und bei der hatte ich einmal die Veraserbatterie zum reinigen ausgebaut. Ich musste danach professionelle Hilfe aufsuchen um die Vergasereinstellung wieder hinzubringen und viel einfacher wie die 6-er Batterie werden auch die 4 Stk der XJ nicht einzustellen sein.

Besten Dank jedenfalls schon mal für deine Ausführungen.
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georg_horn
Inventar
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Beiträge: 10223
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BeitragVerfasst am: Di Mai 18, 2004 3:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, Schwimmerkammern abschrauben, Duesen und Nadelventile mal herausnehmen, saeubern und wieder zusammenbauen sollte ja noch gehen. Evtl. bzw. sehr wahrscheinlich sind auch die
kleinen O-Ringe, mit denen die Nadelventile im Vergaser sitzen, defekt. Dann laeuft das Benzin
an den Ventilen vorbei in die Schwimmerkammer.

Gruss,
Georg
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Wolf
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BeitragVerfasst am: Di Mai 18, 2004 3:12 pm    Titel: Linksausdreher Antworten mit Zitat

Zitat:
Vielleicht geht’s noch mit einen Linksausdrehter.


Hallo Helmut,

wenn die Schrauben schon ziemlich festgegammelt sind, wird es mit einem Linksausdreher auch nichts mehr werden. Dieses Werkzeug ist genau wie ein Gewindeschneider sehr spröde und Du hast dann nicht nur den Linksausdreher zerstört, sondern hast es ggf. mit einem anschließenden eh notwendigem Ausbohren der Schrauben noch viel schwerer, da Du dann nicht mehr mittig bohren kannst.

Viele Grüße

Wolf

P.S. Die Unterlagen gehen heute noch zur Post.


Zuletzt bearbeitet von Wolf am Di Mai 18, 2004 3:50 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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helip
Gast





BeitragVerfasst am: Di Mai 18, 2004 3:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolf,
hast recht mit dem Ausdreher!
Werde ums schleifen wohl nicht herum kommen. Eventuell lässt sich dann auch der Rest der Schraube leichter entfernen wenn die Spannung einmal draußen ist.
Ja Georg,
das sollte ich schaffen. Solange ich an der Einstellung und der Synchronisation nicht verändere sollte ja nichts passieren.
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