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Fragen rund um Vergasertausch
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Blacktron
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BeitragVerfasst am: Mi März 13, 2019 12:30 pm    Titel: Fragen rund um Vergasertausch Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

nach längerer (mehrjähriger) Standzeit wollte ich meine Diva dieses Jahr gern mal wieder etwas bewegen. Sie ging auch relativ zügig an, jedoch ist beim Gas geben immer erst die Drehzahl abgefallen um dann wieder anzusteigen. Und der Choke musste auch immer zumindest teilweise gezogen bleiben, damit der Motor nicht ausgeht. Die Werkstatt hat mir geraten mal den Vergaser zu tauschen. Also hab ich mich als relativer Anfänger mal dran gewagt alles auseinander zu schrauben. Nun bin ich also beim Vergaser angekommen und bin doch etwas verwundert.

Vom Luftfilter kommend befinden sich ja oben im Vergaser (Flach-)Schieber (?), also so schwarze Plättchen die den Luftdurchfluss begrenzen sollen. Ist das soweit richtig? Und wenn ich nun am Gasgriff drehe, dann sollten sich diese Schieber zur Seite bewegen, damit mehr Luft durchfließen kann, oder? Denn bei mir ist es so, dass da überhaupt nichts passiert - weder beim Dreh am Gasgriff noch bei der Nutzung des Chokes (wobei der ja wohl auch irgendwo anders geregelt wird). Zur Verdeutlichung nochmal ein Video, ich hoffe man kann was erkennen: https://youtu.be/qq9_HLpg0Do

Oder habe ich hier irgendwas fundamental falsch verstanden und dieses Verhalten ist korrekt?

So, dann nächster Punkt: Auf dem Foto sieht man in dem Kreis, dass dort ein kleines Stückchen von dem Schlauch vom Vergaser zu dem Y-Stück fehlt. In einem anderen Thread habe ich bereits gelesen, dass das nicht so wild ist, allerdings würde ich den Schlauch trotzdem gerne dran haben. Haben diese Schläuche einen bestimmten Namen/Durchmesser? Wo bekommt man sowas am Besten? Ich schätze da würde ja theoretisch sogar Schlauch aus dem Aquariumsbedarf reichen, aber da ist wohl angesichts der Temperaturen und anderen äußeren Einflüssen die Langzeithaltbarkeit nicht unbedingt gegeben. Very Happy

Dritte Frage: Ebenfalls auf dem Bild zusehen, der Übergang zwischen Luftfilterkasten und Vergaser: Bei mir lag der Luftfilterkasten im Grunde nur auf und war vorne mit einer Schraube befestigt. Auch die Schellen waren nicht angezogen. Und auch hier wieder die Frage: Ist das normal? Kann das nicht dafür sorgen, dass der Vergaser sich auch über diese Verbindung Luft ansaugt? Und was könnte man dagegen tun?

Und dann noch die vierte Frage, gibt es sonst noch irgendwas das man gleich mit erledigen sollte wenn der Vergaser einmal ab ist? Irgendwelche Gummidichtungen wechseln oder Schläuche erneuern? Irgendwas überprüfen (ja, den Motor von hinten reinigen steht schon auf der To-Do-Liste Laughing )?

Vielen Dank schonmal für euren Rat!
Marco
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Blacktron
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BeitragVerfasst am: Mi März 13, 2019 12:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aus irgendeinem Grund kann ich den originalen Post nicht bearbeiten, daher hier noch der Link zum Foto: Bild von Vergaser und Luftfilterkaten. Und nein, der Spalt zwischen Luftfilterkasten und Vergaser war nicht so groß wie auf dem Bild, ich hatte den Kasten nur schon abgeschraubt und dann für das Bild nochmal locker oben drauf gelegt.
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netter Mann
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BeitragVerfasst am: Mi März 13, 2019 1:25 pm    Titel: Re: Fragen rund um Vergasertausch Antworten mit Zitat

Blacktron hat Folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,

nach längerer (mehrjähriger) Standzeit wollte ich meine Diva dieses Jahr gern mal wieder etwas bewegen. Sie ging auch relativ zügig an, jedoch ist beim Gas geben immer erst die Drehzahl abgefallen um dann wieder anzusteigen. Und der Choke musste auch immer zumindest teilweise gezogen bleiben, damit der Motor nicht ausgeht. *Die Werkstatt hat mir geraten mal den Vergaser zu tauschen. Also hab ich mich als relativer Anfänger mal dran gewagt alles auseinander zu schrauben. Nun bin ich also beim Vergaser angekommen und bin doch etwas verwundert.
Die Vergaser musst Du nicht tauschen, saubermachen schon. Mr. Green

Vom Luftfilter kommend befinden sich ja oben im Vergaser (Flach-)Schieber (?), also so schwarze Plättchen die den Luftdurchfluss begrenzen sollen. Ist das soweit richtig? Und wenn ich nun am Gasgriff drehe, dann sollten sich diese Schieber zur Seite bewegen, damit mehr Luft durchfließen kann, oder? Denn bei mir ist es so, dass da überhaupt nichts passiert - weder beim Dreh am Gasgriff noch bei der Nutzung des Chokes (wobei der ja wohl auch irgendwo anders geregelt wird). Zur Verdeutlichung nochmal ein Video, ich hoffe man kann was erkennen: https://youtu.be/qq9_HLpg0Do

Oder habe ich hier irgendwas fundamental falsch verstanden und dieses Verhalten ist korrekt? Das Verhalten der Vergaser ist korrekt. Da tut sich erst was bei deutlich mehr Gas im Fahrbetrieb.

So, dann nächster Punkt: Auf dem Foto sieht man in dem Kreis, dass dort ein kleines Stückchen von dem Schlauch vom Vergaser zu dem Y-Stück fehlt. In einem anderen Thread habe ich bereits gelesen, dass das nicht so wild ist, allerdings würde ich den Schlauch trotzdem gerne dran haben. Haben diese Schläuche einen bestimmten Namen/Durchmesser? Wo bekommt man sowas am Besten? Ich schätze da würde ja theoretisch sogar Schlauch aus dem Aquariumsbedarf reichen, aber da ist wohl angesichts der Temperaturen und anderen äußeren Einflüssen die Langzeithaltbarkeit nicht unbedingt gegeben. Very Happy Der fehlende Schlauch hat die Aufgabe, evtl. mal an der Schwimmerkammer-Ablass-Schraube austretendes Benzin nicht auf Motor undoder Auspuffanlage tropfen zu lassen, sondern den Sprit gezielt hinterunter die Schwinge zu bringen. Im Prinzip kannst Du jeden Schlauch verwenden, auch vom Aquarium, da er hoffentlich nie gebraucht wird. Aber Du ahnst es schon, Aquarienschlauch wird recht schnell spöde werden. Du könntest Silikonschlauch verwenden, der bleibt flexibel. Oder Du nimmst einfach ein Probestück mit und fragst einfach in der nächsten Autowerkstatt nach der Kaffeekasse.

Dritte Frage: Ebenfalls auf dem Bild zusehen, der Übergang zwischen Luftfilterkasten und Vergaser: Bei mir lag der Luftfilterkasten im Grunde nur auf und war vorne mit einer Schraube befestigt. Auch die Schellen waren nicht angezogen. Und auch hier wieder die Frage: Ist das normal? Nein, die Schellen gehören "zugeschraubt". Kann das nicht dafür sorgen, dass der Vergaser sich auch über diese Verbindung Luft ansaugt? Du hast es erfasst. Und was könnte man dagegen tun? Die Schellen zuschrauben, dabei Luffikasten gut auf die Gaserbank drücken.

Und dann noch die vierte Frage, gibt es sonst noch irgendwas das man gleich mit erledigen sollte wenn der Vergaser einmal ab ist? Irgendwelche Gummidichtungen wechseln oder Schläuche erneuern? Irgendwas überprüfen (ja, den Motor von hinten reinigen steht schon auf der To-Do-Liste Laughing )? Nach einer langen Standzeit würde ich den Tank leerlaufen lassen und auch den Benzinhahn abschrauben, um den Tank letztlich komplett zu entleeren. Alten Sprit kannst Du gefiltert über den Autotank "entsorgen". Dann mit einer Taschenlampe den Tank ganz unten nach Rostspuren absuchen... Den Benzinfilter kannst Du bei der Glegenheit auch ruhig austauschen, da kommst Du jetzt gut ran.
Und wenn Du schon so weit nach unten vorgedrungen bist, hast Du den weitesten Weg zur Ventilspielkontrolle schon gemacht.
Wink

Vielen Dank schonmal für euren Rat!
Marco


Marco, klick Dich mal durch meine Signatur! Da kommt auch Deine Vergaserbank drin vor. Und Ventilspielkontrolle auch.

* https://www.youtube.com/watch?v=ROBCmn3I0zY

Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg bei Deinen Vorhaben! Very Happy
_________________
Gruß, Jens Helge
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herbert (4bb 4km)
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BeitragVerfasst am: Mi März 13, 2019 1:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

erst einmal viel Spaß und natürlich Erfolg beim "Schrauben". Erst dabei lernt man sein "Schätzelchen" so richtig kennen und bekommt darüber hinaus noch eine Portion technisches Verständnis vermittlet, was auch nie schaden kann.

Zum ändern von abgespeicherten Beiträgen: Das ist hier meines Wissens nach - und wenn überhaupt - nur den Administrationen des Forums möglich.

Zu Deinem Problem empfehle ich Dir - falls noch nicht geschehen - unbedingt ein Reparaturhandbuch (z.B. von Bucheli) zuzulegen. Darin sind die grundlegenden Zerlege- und Montagearbeiten etc. beschrieben. Desweiteren sind darin auch alle Komponenten der Maschine als Explosionszeichnung aufgezeigt. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur dringend zu einer solchen Anschaffung raten. Sie zahlt sich aus!

Und nun zu Deinem Vergaser: Nachdem ich mal vorsichtig davon ausgehe, dass deine 600 Div. unterdruckgesteuerte Vergaserschieber besitzt, dürfen sich in deinem Video die sichtbaren Vergaserschieber auch gar nicht bewegen. Der Gaszug steuert vielmehr über eine (i.d.R. gemeinsame) Welle nur Klappen im Vergaser an, die vor den Vergaserschiebern sitzen. Bei laufenden Motor herrscht im Ansaugkanal ein Unterdruck, der sich je nach Klappenstellung verändert. Je nach vorherrschenden Unterdruck werden dann die Vergaserschieber verstellt. Dies verändert zu einem den Luftdurchlass und zum andern die angesaugte Spritmenge. Soweit die grundlegende Funktionsweise des unterdruckgesteuerten Vergaser.

Zu deinem Ausgangsproblem: Du musst den Kaltstart aktivieren, dass der Motor im Stand weiter läuft. Ergo: Der Motor läuft "zu mager". D.h. : Die Benzinanteile in der über die Vergaser angesaugten Luftmenge sind zu gering. Die Ursachen können sehr, sehr vielfältig sein. Du hast aber evtl. schon eine Ursache aufgezeigt: Die Schellen der Verbindung zwischen Vergaser und Luftfilterbox. Wenn diese locker sind, zieht der Vergaser evtl. ungehindert zusätzliche Luft über diese Öffnungen. Der Luftanteil steigt, der Vergaser "magert" ab.

Deshalb mein Tip zum weiteren Vorgehen:

1. Montier den Vergaser und die Luftfilterbox, so dass alle Schellen fest sitzen.
2. Altes Benzin raus aus dem Tank.
3. Öffne die Ablassschrauben an den Schwimmerkammern der Vergaser und spül mit geöffneten Benzinhahn den eventuell vorhandenen Schmodder raus.
4. Besorg Dir einen Benzinzusatz für die Reinigung von Vergaser, gib diesen dem Benzin zu und flute damit die Vergaser und lass das mal 1-2 Tage einwirken.

Wenn Sie dann immer noch nicht läuft wirst Du dann - wohl oder übel - deine Vergaser noch viel näher kennen lernen....... Der Vergaserreiniger bewirkt aber oft Wunder - und das würde ich abwarten.

Wünsche Dir viel Erfolg.
Herbert
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flydown
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BeitragVerfasst am: Mi März 13, 2019 2:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
also mein Vorgehen wäre, da du von mehrjähriger Standzeit sprichst, wenigstens einen Schwimmerkammerdeckel abzuschrauben, um mich von Zustand dahinter zu überzeugen.
Wenn die Maschine ohne weitere Vorkehrungen abgestellt wurde, wirds dahinter schön grün und schlammig sein.
Was auch eine Ursache für den zu mageren Motorlauf sein würde.
_________________
Viele Grüße
Uwe


XJ600 RJ01, Rehoiler IQ11, el. Öltempanzeige
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Blacktron
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BeitragVerfasst am: Mi März 13, 2019 3:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

vielen Dank erstmal für die Antworten!

Also die Vergaserschieber werden vom Gaszug nur "freigegeben" und bewegen sich dann von alleine?

Zum Reinigen des Vergasers: Beim Abstellen des Motorrads (bzw. als ich das letzte Mal gefahren bin) hatte ich schon Vergaserreiniger mit in den Tank gekippt, in der Hoffnung, dass das Ganze dann nicht so verschmockt. Very Happy Allerdings werde ich jetzt tatsächlich erstmal den Vergaser nur ersetzen ("neuer" liegt schon da) und dann vielleicht mal bei Zeit und Gelegenheit den alten Vergaser auseinander bauen und reinigen.

Den Tank mal von innen "inspizieren" und evtl. entrosten (lassen) sowie den Benzinfilter tauschen sind auch ganz gute Ideen. Ventilspiel einstellen klingt ja auch ganz vernünftigt, aber wenn ich mir da so die Anleitung ansehe scheint das ja auch ne ganz schöne Aktion zu sein. Weiß nicht ob ich mir das zutraue. Aber die Youtube-Videos vom netten Mann werde ich mir mal ansehen, vielleicht überzeugt mich das ja. Very Happy
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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Mi März 13, 2019 3:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Also die Vergaserschieber werden vom Gaszug nur "freigegeben" und bewegen sich dann von alleine?


Nicht ganz von alleine ...
Die Schieber werden durch die Druckverhältnisse im Vergaser bewegt .
Dazu ist unter dem grossen Deckel eine Gummi Membran die das erledigt .
Mit dem Gaszug bewegst Du die Drosselklappen die man bei eingebauten Vergasern nicht sehen kann .

Ich nehm immer wieder dieses Video her :

https://www.youtube.com/watch?v=wyspAHrMbb8

Ist zwar in Englisch aber die Verhältnisse im Vergaser sind gut zu sehen .

Zum Probelauf sollten die Gummistutzen und der Luftfilter korrekt montiert sein da sonst der Motor zu mager läuft .

Gruss Axel
_________________
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Blacktron
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BeitragVerfasst am: Do März 14, 2019 11:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hammer's Luzifer hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Also die Vergaserschieber werden vom Gaszug nur "freigegeben" und bewegen sich dann von alleine?


Nicht ganz von alleine ...
Die Schieber werden durch die Druckverhältnisse im Vergaser bewegt


Hi Axel,

ja, das meinte ich mit "von alleine", ist mir schon klar dass das nicht einfach magisch passiert. Aber ich war davon ausgegangen, dass dort ein kleines Hebelchen oder irgendeine Mechanik die Schieber zur Seite zieht. Aber ja, das Video ist schon recht hilfreich. Hat mir zumindest dabei geholfen zu begreifen, dass das Benzin gar nicht durch die Vergasernadel strömt, sondern die Nadel nur den Kanal verschließt durch den das Benzin kommt. Shocked

Naja, von der allgemeinen "Vergaserkunde" zurück zu meinem konkreten Vorhaben. Der alte Vergaser ist mittlerweile ab und es gab weitere Überraschungen an jeder Ecke. Wink

Zunächst mal beim Abziehen der Benzinleitung (jedenfalls halte ich sie dafür) in der Mitte des Vergasers. Dort kam mir ein kleiner Plastikkeil entgegen, der wohl als zusätzlicher Filter dient?! (Link zum Bild)

Dann beim Abziehen des Vergasers die nächste Überraschung. In dem Rohr zum Motor stecken kleine Plastikstückchen die den Durchmesser des Rohrs künstlich vereengen. Ich wusste natürlich vorher schon, dass das Motorrad gedrosselt ist, allerdings steht in den Papieren "Drossel im Abgasrohr". Auch von dem guten Stück gibt es wieder ein Foto. Kann ich diese Drossel einfach raus nehmen, das meiner Versicherung melden, zum Straßenverkehrsamt gehen und die Papiere ändern lassen und dann legal offen fahren oder muss man da noch zusätzliche Änderungen vornehmen? (Der entsprechende Führerschein ist natürlich vorhanden) Oder bin ich da auf dem Holzweg und das hat nichts mit der 25 kw-Drosselung zu tun? Laughing

Auf dem Foto von oben sieht man auch gut den Zustand der Gummis, daher werde ich diese austauschen. Und die Schellen plus Schrauben wohl gleich mit.

Das war dann mal der aktuelle Stand.

Viele Grüße
Marco
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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Do März 14, 2019 11:45 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die Ansaug Stutzen sind Teil der Drosselung.
Eventuell sind auch die Vergaser anders bedüst für die offene Leistung.
Wenn dann auch noch eine weitere Drossel im Abgas Krümmer steckt sollte die auch entfernt werden sonst gibt's Hitzestau.

Das ganze muss dann vom TÜV abgenommen und eingetragen werden!

Gruss Axel
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Blacktron
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BeitragVerfasst am: Do März 14, 2019 3:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hammer's Luzifer hat Folgendes geschrieben:
Die Ansaug Stutzen sind Teil der Drosselung.
Eventuell sind auch die Vergaser anders bedüst für die offene Leistung.
Wenn dann auch noch eine weitere Drossel im Abgas Krümmer steckt sollte die auch entfernt werden sonst gibt's Hitzestau.

Das ganze muss dann vom TÜV abgenommen und eingetragen werden!

Gruss Axel


Mh, OK. Also der Vergaser den ich jetzt habe ist für die offene Version, das wäre also schonmal kein Problem, da wäre es ja dann schon eher ein Problem wenn ich die Drossel drin lasse. Ist die Drossel im Krümmer denn auch nur irgendwie eingelegt oder aufgesteckt oder ist die im Krümmer verschweißt? Hab mich gerade mal zu dem Thema hier durchs Forum geklickt, aber da scheint es ja tausend unterschiedliche Varianten zu geben (sowohl wie gedrosselt wurde, als auch von welcher Leistung auf welche Leistung), nur eine wo jemand von einer Drossel im Auspuff schreibt habe ich noch nicht gefunden.

Die Abnahme ist denke ich kein Problem, TÜV muss ja eh neu gemacht werden. Aber was genau nehmen die denn da ab? Die werden ja wohl kaum alles wieder auseinander nehmen um zu gucken ob die Drossel korrekt verbaut ist oder nicht?

Viele Grüße
Marco
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netter Mann
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BeitragVerfasst am: Do März 14, 2019 4:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe die Leistungssteigerung meiner Polly vorher mit dem TÜVer besprochen und dazu die alten Fahrzeugpapiere vorgelegt.
Da stand ja die Art der Leistungsreduzierung drin.

Um die Steigerung dann tatsächlich eintragen zu lassen hatte ich am TÜV-Tag dabei:

- die reduzierten Stutzen im Plastikbeutel
- Foto der reduzierten Stutzen neben den offenen Stutzen
- Foto der Düsennadel mit Sprengring auf der ursprünglichen und auf der geänderten Kerbe
- Kopie des Fahrzeugscheines meiner zweiten Diva zum Beweis, dass es dieses Modell schon immer mit 61PS gibt
- Ausdruck des zugehörigen Gutachtens (findet man hier: http://www.sauerland-mopped.de/Download.html )

Der TÜVer hat am TÜV-Tag lediglich letzteres sehen wollen und dann den TÜV-Bericht fertig gemacht.
Damit bin ich dann zur Zualssungsstelle gefahren und habe das Mopped angemeldet.


Bedenke:
Wenn Du die Vergaserbank wechselst, ändert sich natürlich auch immer die CO-Einstellung!
Später mal eben rücktauschen ist also nicht ganz ohne Aufwand... Wink
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Gruß, Jens Helge
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Blackman
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BeitragVerfasst am: Do März 14, 2019 4:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

das wa rbei meiner Suzuki noch einfacher ,beim Tüv mann (das Moped stand 11 Jahre ohne TÜV)einfach nur gesagt das die Leistung offen sei,in den Papieren stand ja gedrosselt.
Somit hat er seinen PC angeschmissen Unterlagen ergänzt und gut war es mehr wollte er nicht wissen.

Achja und er war von dem 1 Zylinder mehr als entzückt.
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gruss Schwabischfränkischer Divatreiber

Wann ist ein Reifen gut?? Wen du mit deinen Ohrwascheln am Asphalt kratzt dann taugt das was!!
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Blacktron
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BeitragVerfasst am: Fr März 15, 2019 10:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

Also ist die Eintragung dann eher eine bürokratische Hürde als eine Technische. Wink

Ich war dann gestern mal beim Freundlichen um die neuen Gummi-Ansaugstutzen zu bestellen. 4 Stück kosten dann auch gleich mal geschmeidig 130 €, Yamaha halt. Rolling Eyes Aber bei der Gelegenheit hab ich den guten Mann auch nochmal ausgefragt, was es denn mit der Drosselung auf sich hat. Er meinte, dass die Verengung oben am Motor nichts damit zu tun hat, sondern dass da wirklich nur ein paar Plättchen in den Krümmer eingeschweißt worden sind. Und da die Dichtungen wohl erst Mitte nächster Woche kommen, überlege ich ernsthaft ob ich nicht doch noch die Drossel entfernen und das Ventilspiel einstellen soll. Laughing
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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Fr März 15, 2019 11:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ventile prüfen und einstellen ist immer eine gute Idee.
Und auch eine Voraussetzung damit die Vergaser eingestellt werden können.

Ich wiederhole auch gerne meinen Tipp der Drosseln aus den Krümmern zu entfernen.
Dadurch entsteht ein Hitzestau weil die Abgase nicht frei ausströmen können.
Das war schon immer die übelste Mothode einen Motor zu drosseln !

Gruss Axel
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Blacktron
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BeitragVerfasst am: Fr März 15, 2019 11:32 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Axel,

ja, wenn das mit dem Entfernen der Drossel so einfach ist wie es klingt, dann werde ich das auf jeden Fall machen. Vor dem Ventilspiel einstellen hab ich ja schon noch etwas Respekt, aber ich sehe ja ein dass es sinnvoll wäre. Also Versuch macht klug schätze ich. Wink

Viele Grüße
Marco
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BeitragVerfasst am: Fr März 15, 2019 11:38 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ist genau das selbe wie wenn man eine ASR hat, man Bremst kein sich Beschleunigendes Rad weil es soll ja Durch drehen.

Und was das einstellen der Ventile und der Synchronisation so wie des CO wertes angeht man muss es eigentlich zusammen machen.
Wollte das auch nicht glauben aber die Werte verändern sich,das ist Fakt.

Die ventildeckeldichtung kann man sofern nicht rissig wieder verwenden,aber die Dichtungen für die Ventildeckelschrauben sollte man erneuern.
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gruss Schwabischfränkischer Divatreiber

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Blacktron
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BeitragVerfasst am: Fr März 15, 2019 1:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaub euch ja schon... Wink Dann muss ich mir aber erstmal auch noch das passende Werkzeug besorgen. Insbesondere einen Drehmomentschlüssel und das Teil mit dem man die Ventile festhält (wie heißt das noch gleich? Very Happy ). Evtl. gibts dann dazu auch noch einen separaten Thread von mir. Embarassed

Erstmal ist aber wohl am Wochenende der Krümmer dran.
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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Fr März 15, 2019 2:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Einstellen der Ventile gibt's ein Posting und YouTube Videos vom Netten Mann :

http://www.xj-forum.de/bb/viewtopic.php?t=34584

Gruss Axel
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Blackman
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BeitragVerfasst am: Fr März 15, 2019 2:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Blacktron aus welcher Ecke Deutschlands kommst du??
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gruss Schwabischfränkischer Divatreiber

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BeitragVerfasst am: Fr März 15, 2019 9:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

4`er Pack Ansaugstutzen für 26,50€ gibt`s bei
https://www.ebay.de/itm/4-Ansaugstutzen-Yamaha-XJ-600-Diversion-4BR-4LX-RJ01-92-03-offen-CHY-39-NEU-790-/360797240179
Ich habe genau die im Winter 2017/18 bei Polly eingebaut und kann daher noch keine Langzeitrückmeldung geben. Passten immerhin perfekt.

Den Tassenstößelniederhalter für die Ventilspielkontrolle gibt`s direkt beim Yamahahändler mit der Bestellnummer 90890-04125. Ich habe knapp 38€ bezahlt.
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Gruß, Jens Helge
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