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Rep.-Satz Bremse

 
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#7140
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BeitragVerfasst am: Do Feb 21, 2019 4:32 pm    Titel: Rep.-Satz Bremse Antworten mit Zitat

Hallo,

ich finde im Netz viele widersprüchliche, aber keine verlässlichen Angaben dazu, welcher HBZ Rep.-Satz für meine 82er 4V8 der richtige ist. Ich habe nun einen gekauft der laut Beschreibung (siehe Rechnung) passen sollte. Bekommen habe ich einen MSB-210. Die Fahrzeugliste auf dessen Verpackung fällt nun deutlich knapper aus, und von XJ550 ist da gar keine Rede.



Bevor ich nun meine Bremse auseinander nehme und die Verpackung öffne, weiß jemand ob vom MSB-210 irgendwas passt, oder welchen Rep.-Satz ich tatsächlich brauche?

Und wo wir schon dabei sind, welche Abmessungen haben die Bremskolben bei der 82er 4V8? Bei diesem kürzlich erworbenen Kit bin ich mir nämlich auch nicht wirklich sicher ob's das richtige ist:



Vielen Dank schonmal im Voraus.
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MfG
Jens

XJ 550 4V8
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XJ-Eddie
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BeitragVerfasst am: Do Feb 21, 2019 10:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Für den Geberzylinder brauchst du den Tourmax MSB 201.

Die Bremskolben haben Ø 38,15 mm, L = 36,5 mm
_________________
Gruß von Eddie.
-
Schrauben sind auch nur Menschen. Sie haben ihren eigenen Kopf und fühlen sich gut, wenn sie bei Muttern sind.
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#7140
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 23, 2019 4:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank, Eddie. Gut dass ich gefragt habe, demnach passt nämlich keins von meinen Teilen. Habe die richtigen nun bestellt, hoffentlich wird diesmal geliefert wie beschrieben.
_________________
MfG
Jens

XJ 550 4V8
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#7140
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BeitragVerfasst am: Sa März 02, 2019 8:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Haha, eben mal die Bremse überholen. Laughing Naja, im Vergleich zu dem was ich vorab gelesen habe scheint es aber ganz gut gelaufen zu sein - oder vielleicht gerade deswegen. Insgesamt hat die Aktion ca 4 Std gedauert, die meiste Zeit davon ging für's Renigen drauf.

Verwendet habe ich folgende Teile:

HBZ: TourMax MSB-201 für 22,50€ (der MSB-210 von Paaschburg & Wunderlich sieht aber 1:1 identisch aus)
Kolbendichtungen: TourMax BCF-204 mit den alten Kolben für 25,57€
Bremsflüssigkeit: DOT 4
Zu empfehlen sind auch neue Alu- oder Kupferdichtringe für die Bremsleitungen an den Sätteln, habe ich aber vergessen und hoffe die alten halten dicht.

Der Sicherungsring im HBZ war die erste Hürde. Der Ring sitzt recht tief in der Armatur, und mittig ragt natürlich der Kolben heraus, was zusammen sowohl die Sicht als auch den Platz derart einschränkt, dass sich meine Seegerringzange, als ich sie dann im Blindflug endlich angesetzt bekommen habe, partout nicht zusammendrücken ließ. Im Baumarkt gab's auch nichts passendes, also eine lange Rundzange gekauft und an den Spitzen etwas dünner geschliffen, damit gings dann.

Der HBZ sieht innen nahezu neuwertig aus, also eine Sorge weniger. Während ich das innere penibel säuberte fiel mir ein, dass es ganz clever gewesen wäre, zuerst die Kolben hydraulisch auszutreiben. Aber mit Druckluft soll's ja auch gut funktionieren, also Sättel ausgebaut und mit Luftpistole und passendem Dichtring vorsichtig 4 bar über den Bremsleitungsanschluss eingeleitet. Keine Reaktion. Also gefühlvoll den Druckminderer etwas aufgedreht, ganz vorsichtig, gleich auf 10 bar, und schon kam er. Und wie. Hätte mein Bruder 20cm weiter links gestanden hätte er wohl nicht so gelacht. Zum Glück ist der Kolben in einen Holzstapel eingeschlagen, hat also den Schusstest unbeschadet überstanden. Dass die Kolben noch in Ordnung sind hatte ich beim Belagwechsel letztes Jahr schon festgestellt, und das hat sich zum Glück bewahrheitet. Die Kolben im Bild im ersten Beitrag hatte ich nur gekauft weil sie sehr günstig waren, aber inzwischen weiß ich ja auch warum - sie passen nur bei US-Modellen (wenn sie jemand brauchen kann möge er sich melden).

Im inneren der Sättel sah es in etwa so aus wie ich das von (Eddis?) Bildern kannte. Obwohl ich die Bremse erst vor ca. 3tKm neu befüllt hatte, aber auch das wurde ja schon mehrfach hier erwähnt, also keine große Überraschung. Wieder alles penibel sauber gemacht und die Nuten mit Zahnstochern vorsichtig ausgeschabt. Leider zeigen die Nuten, speziell die äußeren, deutliche Korrosionsspuren. Ich hoffe es ist trotzdem alles dicht.

Der Zusammenbau ging recht schnell und einfach, auch das Befüllen und Entlüften, dank Eddis Tips. Alle Gummidichtungen und die Kolben leicht mit Bremsflüssigkeit benetzt und letztere bis zum Anschlag eingedrückt, alles angeschlossen und angebaut, dann zuerst von unten durch die Entlüftungsschrauben mittels Schlauch und Spritze vorgefüllt. Anschließend immer abwechselnd rechts und links mit Schläuchen von den Entlüftungen ins Reservoir im Kreis gepumpt bis keine Luft mehr kam und aus dem Verteiler keine Geräusche mehr zu hören waren. Das hat so ca 45min gedauert, und klingt und fühlt sich so an als wenn tatsächlich keine Luft mehr im System ist.

Leider hatte ich vergessen neue Alu- oder Kupferdichtringe für die Bremsleitungen zu beschaffen. Wenn die alten sich als undicht erweisen muss ich die ganze Prozedur also nochmal wiederholen. Wünscht mir Glück.

Inzwischen war es dunkel und nass, Probefahrt steht also noch aus. Ich kann's kaum erwarten. Druckpunkt und Gängigkeit fühlen sich im Trockentest zumindest schonmal extrem vielversprechend an. Bin mal gespannt was nun wirklich in den EBC Semi-Sinterbelägen steckt.

Danke an alle die hier ihre Erfahrungen und Tips im Forum gepostet haben, ihr habt mir sehr geholfen.
_________________
MfG
Jens

XJ 550 4V8
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Spencer
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BeitragVerfasst am: Sa März 02, 2019 11:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tach.
bitte Tue Dir und anderen Menschen den Gefallen und verwende wenigsten neue Dichtringe ,vor der Probefahrt Rolling Eyes .
Die paar Cent u evtl. einen Tag warten lohnen nicht das Risiko das an Sicherheitsrelevanten Teilen etwas nicht funktioniert Exclamation

bis die Tage
Uwe
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XJ-Eddie
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BeitragVerfasst am: Mo März 04, 2019 7:56 am    Titel: Antworten mit Zitat

Vorsicht bei tief fliegenden Kolben mit Druckluftantrieb! Beim erstenmal hab ich auch gedacht, ich fang den mit behandschuhter Hand auf. Hat ziemlich weh getan.

Vier Stunden Arbeitszeit finde ich für die 2 Stück Einkolbensättel der Fünffuffziger normal. Deswegen machen Werkstätten das auch nicht gern.

Für den Sicherungsring im HBZ passt eine Knipex Art.Nr. 4411J0, Sicherungsringzange für Innenringe 8 bis 13 mm, gerade Form. Die Angabe 13 mm erscheint einem für die 16 mm Geberkolbengröße zu klein, die nächstgrößere Zange (12-25) ist aber zu dick. Nicht für die Löcher im Seegerring, aber für den Zwischenraum.

Bremssattelkolben sind immer dann noch gut, wenn nicht vorher jemand mit einer Zange dran war, oder sie typische winzige Korrosionslöcher haben. Reinigen geht gut mit Schleifvlies, Polieren bringt Nachteile.

Die Nuten mit Zahnstochern zu säubern stelle ich mir ziemlich mühsam vor. Ich nehme Zahnarztwerkzeug und Selbstgemachtes aus Federstahl. Das gibt zwar Kratzer in der Tiefe, aber das ist egal. Dichten tun die Seiten der Nuten, hinten braucht´s nur Platz.

An Dichtungen für die Leitungen brauchst du für die ganze Bremse 11 Stück Kupfer 10 x 16 x 1,0 mm, alternativ Alu 10 x 15 x 1,5 mm.

Die neuen Beläge bremsen immer anfangs nicht gut, die müssen sich erst den Riefen der Scheiben anpassen. Das dauerte bei meinen ziemlich lange, so ca 50 mittelstarke Bremsungen. Dann haben die EBC-Beläge mit „HH“ die Eigenheit, warm viel stärker zu wirken als kalt. Der Effekt ist bei mir z.B. spürbar, wenn ich aus über 120 runter bremse. Den anfangs vollen Druck am Hebel muss ich gegen Ende des Bremsweges nachlassen.
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BeitragVerfasst am: Mo März 04, 2019 7:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Keine Sorge Uwe, ich habe mir nicht die Mühe gemacht um nun mit einer undichten Bremsanlage rumzufahren. Ausgiebige Trocken-Drucktests haben die alten Aluringe inzwischen bestanden. Die Bremsflüssigkeit wird bei mir ohnehin nicht alt, übermäßig Wasser ziehen wird sie also nicht (wenn dann eher über die Gummidichtungen an den beweglichen Teilen), und wegplatzen werden die Ringe auch nicht, also alles im Griff. Trotzdem danke für deinen berechtigten Hinweis.

Eddi, ein dünner (!) Stofflappen über den Kolben gelegt hat sich beim zweiten Schussversuch sehr gut bewährt. Der hat den Kolben noch im Sattel aufgefangen, bei ebenfalls 10bar.

An einem der Kolben war tatsächlich schon jemand mit ner Zange dran, hat aber nur die äußersten 2-3mm minimal verkratzt, also da wo kein Dichtring hinkommt. Habe zum Reinigen ein Stück Schleifgitter benutzt, das bietet den Vorteil dass es sich nicht zusetzt. Viel war aber ohnehin nicht zu tun, und zudem nur im außen liegenden Bereich.

Die Dichtringe der Kolben haben im ausgebauten Zustand übrigens ein minimales Übermaß, in den Nuten werden sie auf das dichtende Maß gestaucht, also ist die gesamte Geometrie der Nuten schon durchaus relevant. Gewiss, ein paas leichte Riefen am Innendurchmesser sind bestimmt hinnehmbar, aber je weniger Materialabtrag desto besser. Ich hab die Verharzungen mit Kriechöl angelöst, einen abgebrochenen Zahnstocher ca 2mm überstehend in die Kombizange "gespannt" und hab damit meine Runden in den Nuten gedreht. Zwischendurch ein paar mal mit Bremsenreiniger und Druckluft gespült und neu geölt. Wirklich mühsam war das nun nicht, allerdings waren die Verharzungen auch nicht allzu hartnäckig. Die inneren, breiteren Nuten wurden sogar mit Kriechöl und Wattestäbchen schon perfekt sauber.

Die Beläge haben bereits 2-3tkm drauf, allein es fehlte bislang an der Dosierbarkeit. Ich fahre EBC "V" Beläge, und soweit ich das mit der Achtfingerbremse beurteilen konnte scheint deren Reibbeiwert in allen Betriebszuständen sehr konstant zu sein. Wie sich das nun mit mehr Feingefühl verhält bleibt abzuwarten.
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Jens

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XJ-Eddie
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BeitragVerfasst am: Mo März 04, 2019 11:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ach so. Ich war von „HH“ ausgegangen, aber die gibt’s ja für die 550er nicht.

Die Dosierbarkeit kannst du mit Schmierung der Gleitflächen verbessern. Dünn Kupferpaste auf die Stahlbleche und die Stifte hat bei mir damals spürbare Verbesserung gebracht.
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