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Relaisumbau
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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 11:05 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage war einfach nur wie das umgebaut wird .

Genau das hab ich in meiner Antwort beschrieben .

Warum sollte ich jedesmal nachfragen aus welchem Grund ein TE eine Frage so stellt ?
Ich geh davon aus dass sich ein Forumsmitglied schon Gedanken gemacht hat .

Im Moment bin ich erstaunt wie viele die gleichen Probleme haben .
Auch ist meine Lösung wohl gar nicht so Einmalig sondern weit verbreitet ( Danke Klaus - Dieter )

Gruss Axel
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WeDoTheRest
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 11:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

Dagegen hab ich ja auch nichts. Diese Schaltung kann sehr wohl sinnvoll sein. Es ging mir nur darum mal aufzuzeigen dass das eigentliche Problem auch wo anders sitzen kann und es vielleicht sinnvoller ist das zu reparieren. Und ohne genaue Messwerte ist man so wie so aufgeschmissen. Was nützt die Schaltung denn wenn da vorher 13,5V anliegen und hinterher 13,6V. Very Happy
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Gruß, Jörg
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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 11:23 am    Titel: Antworten mit Zitat

Jörg hat Folgendes geschrieben:
Dann ein Relais einzubauen beseitigt zwar die Symptome, nicht aber das Problem.
Natürlich kann man solche Schaltungen realisieren wenn es nützlich ist.


Der Übergangswiderstand in Steckern und Schaltern sorgt für höheren Spannungsverlust je höher die Last ist .
Dadurch werden die Kontakte im schlimmsten Fall sogar heiss bis Kunststoffe kokeln .
Und wir reden da von Spannungsverlust bis 1 Volt und mehr !



Und diese Verbindung war nicht Gammelig sondern einfach nur in die Jahre gekommen .
In diesem Fall fliesst hier der Strom für das gesamte Bordnetz .

Relaisschaltungen sind also kein Zeitvertreib für Winterbasteleien sondern entlasten die alte Verkabelung von hohen Strömen und machen das Ganze zuverlässig .

Ich hoffe dass die Nützlichkeit nicht weiter zweifelhaft ist .

Gruss Axel
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WeDoTheRest
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 11:32 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hab ich so auch noch nicht gesehen. Aber... (ich frotzel Dich mal weiter Very Happy )
Der gezeigte "verbrannte" Kontakt kommt aber von der Lima.....

Ich glaube wir hören besser auf und stellen fest dass es durchaus sinnvoll sein kann. Laughing
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Gruß, Jörg
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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 11:50 am    Titel: Antworten mit Zitat

Sicher kommt der " verbrannte " Kontakt von der LiMa !

Sobald der Motor läuft versorgt die LiMa das gesamte Bordnetz und lädt die Batterie .
Also fliesst der gesamte Strom über diese Kontakte ... Idea

Gruss Axel
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georg_horn
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 1:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dann übernehm ich mal mit Frotzeln: Wieviel Megawatt fliessen da eigentlich drüber? ;-)
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Gruss,
Georg

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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 2:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe jetzt nichts gefunden in den Unterlagen .

Aber ich glaube mich erinnern zu können dass da maximal beinahe 0,0003 Megawatt Leistung von der Lichtmaschine kommen .

Gruss Axel

... und nein ! Ich bin nicht frotzelbar !
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Ralli
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 4:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antworten werde es mal ausprobieren,vielleicht ist das Problem behoben,starterknopf Loslassen Maschine springt an
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WeDoTheRest
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 4:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt eher nach einer zu schwachen Batterie. Anlasser dreht = zu wenig Spannung zum zünden. Knopf los lassen = Anlasser zieht keinen Strom mehr = Spannung reicht zum zünden.
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Gruß, Jörg
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georg_horn
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 4:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Für volle 300 Watt braucht man natürlich daumendicke Kabel und ein Hochleistungs-Schütz um die Leistung an die Zündbox zu bringen, die ja immerhin gewaltige Gewitterblitze erzeugen muss. ;-)

Dass die XJs bei schwächlicher Batterie diesen Effekt haben, dass sie beim Loslassen des Knopfes anspringen, oder wahlweise eine lustige Fehlzündung produzieren, ist ja lange bekannt. Mit einer guten (Gel-)Batterie ist das aber kein Problem.
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Gruss,
Georg

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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 5:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Georg hat Folgendes geschrieben:
Für volle 300 Watt braucht man natürlich daumendicke Kabel und ein Hochleistungs-Schütz um die Leistung an die Zündbox zu bringen,


Ich glaub Du bist da jetzt grade etwas durcheinander ... Shocked

Der Fred hat sich zu zwei verschiedenen Richtungen entwickelt - Mia Culpa ...

Das Bild vom Stecker hat nichts mit der TCI zu tun .
Sollte nur zeigen was passiert wenn hohe Ströme durch einen alten Stecker fliessen .

Ralli hat Folgendes geschrieben:
vielleicht ist das Problem behoben,starterknopf Loslassen Maschine springt an


Das deutet in der Tat auf eine schwächelnde Batterie hin .
Jetzt hab ich so gekämpft um zuverlässige Elektrik verständlich zu machen und Du kommst damit um die Ecke ... Evil or Very Mad

Am Ende muss ich womöglich noch dem Jörg Recht geben der immer nach Messwerten ruft ... Rolling Eyes

Gruss Axel

... aber vielleicht hat ja zu hohe Ladespannung Deine Batterie zerstört und Du kannst meine andere Idee aufgreifen ?
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Rolf
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 7:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Kontakte/Anschlüsse/Verbindungen der Kabel nicht mehr gut sind und hohe Widerstände haben, würde ich sie reinigen und in Ordnung bringen. Und nicht ein Relais einbauen. Damit werden die Fehler im Kabelbaum ja nicht behoben, sondern nur umgangen. Die eigentliche Ursache der Probleme wird so überhaupt nicht behoben.

Grüße
Rolf
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Meine Yamaha XJ:
http://xj-forum.de/cpg133/index.php?cat=10004

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Hammer's Luzifer
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 8:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bringe das jetzt hier für mich zum Abschluss :

Wenn Ihr mit der betagten Elektrik rumfahren wollt - bitteschön .
Hauptsache Original und gepflegt und geputzt .

Wenn ich schreibe dass die Ladespannung zu hoch ist dann ist das so .
Und wenn alles putzen nicht hilft ist das auch so .

Ich werde auch 2019 nicht liegen bleiben mit meinem nicht mehr originalen Motorrad !

In diesem Sinne

Frohe Festtage und ein Unfallfreies neues Jahr

Axel
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Walli
Mitleser
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 9:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Meine 58L ist auch 30 Jahre, ich habe sie seit 1993 und bisher keinerlei elektrische Probleme gehabt. Alles ist noch unverbastelt und original, aber ich muss dazu sagen, auch ich plege regelmäßig Kontakte, Verbinder etc.
Okay, sie ist ein Saisonfahrzeug und der Winter bleibt ihr erspart, das macht sehr viel aus.

Im Winter greife ich zur MZ oder meiner Alltags SIMSON, damit gehts auch mal richtig durch Matsch, Schnee und über versalzene Pisten. Hier kommen dann gelegentlich Probleme, welche sich fast immer (nur) als Kontaktschwierigkeiten herausstellen.

Kontakte, Übergänge und Verbindungen bestehen oftmals aus verschiedenen Metallen, in Verbindung mit Feuchtigkeit sorgt der fließende Strom für galvanische Prozesse, sprich Korrosion. Dies sorgt dann für erhöhte Übergangswiderstände, welche die Bordspannung hin zum Verbraucher abfallen lassen und die Stromaufnahme erhöhen... Folge ist eine Erwärmung dieser Stelle, die Verbindung verliert ihre mechanische Spannkraft, es kommt zum Verbrennen des Kontaktes, wenn der Verbraucher eine entsprechend große Leistung hat.
Ein gutes Kontaktspray hält die Feuchtigkeit fern, aber bei einmaliger Anwendung nicht für ewig.

Natürlich möchte ich nicht in Abrede stellen dass so manche Fahrzeugelektrik verbessert werden kann, aber bei meiner XJ sehe ich bisher keinen Bedarf.

Eine schöne Vorweihnachtszeit wünschend,

Gruß Walli
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Traditionsbewusstsein ist nicht das Aufbewahren der Asche sondern das Weitertragen des Feuers. Deshalb fahre ich neben YAMAHA auch MZ und SIMSON.

XJ 900F 58L, Bj.88
XV 950 Bolt, Bj.14
MZ ETZ 250A, Bj.85
Simson S70, Bj.88
Simson S51, Bj.83
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XJ-Eddie
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2018 11:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Walli hat Folgendes geschrieben:
...Kontakte, Übergänge und Verbindungen...
Die Stellen sind´s, aber die sind nicht alles. Auch 30 Jahre alten Kabeln ist nicht mehr zu trauen. Besonders da, wo die farbige Isolierung raus guckt. Die ist nicht UV-beständig, wird nach Jahren porös und lässt Wasser an die Kupferseele. Die korrodiert dann Drähtchen für Drähtchen weg, der verbliebene Rest wird warm, und auch da passiert, was Walli beschrieb.

Da wo hohe Ströme fließen oder es auf Genauigkeit ankommt, die alten Kabel zu Schaltleitungen machen. Das wichtige von neuen Kabeln machen lassen. Das bringt was für die Sicherheit. Die Krux ist nur, nach sieben Jahren täglich fahren weiß ich nicht, ob meine ´82er 550er nicht auch ohne die Verbesserungen durchgehalten hätte.
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Gruß von Eddie.
-
Jede Tat beginnt mit einem Traum.
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georg_horn
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 07, 2018 9:53 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fahre nicht täglich und selten im Winter/nie im Schnee oder Salzmatsch, hab aber immerhin mit Turbo #1 in 17 Jahren etwa 100Mm gefahren, insgesamt hat sie nun 150Mm drauf. Einmal in der Zeit leuchtete das Rücklicht nicht, hab dann mal alle Stecker aufgemacht, WD40 rein und wieder zusammengesteckt. Sonst funktioniert alles bestens und sie macht auch schön pörömmpörömm.

Meine TR1 ist nun 37 Jahre alt und hat ebenfalls 150Mm oder sowas auf der Tacho und läuft mit dem ersten Kabelbaum wie eh und je. Die Steckverbindung der von der Lima kommenden Kabel war mal auf dem hinteren Krümmer verschmort und wurde durch Lüsterklemmen ersetzt. Die anderen beiden Turbos haben kaum nennenswerte Laufleistungen von 50 und 28Mm, sind aber auch so alt und laufen wie verrückt, ebenso die hochwertigen Zweitakter. Dort war an der 350er nur mal der Sicherungskasten kaputt und wurde durch fliegende Sicherungen ersetzt.

Nach meiner Erfahrung sind die Gummiteile, Kabel und Schläuche die Yamaha damals verwendet hat sehr beständig (und wahrscheinlich aus hochgiftigem Zeug hergestellt). Und wenn ein Kabel doch mal innerlich kaputtoxidiert wäre und nur noch aus drei grünspanigen Drähtchen bestünde, wollte man das doch auch nicht mehr wirklich als Steuerleitung für ein Relais nehmen. Dann lieber den Kabelbaum reparieren oder neu machen.
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Gruss,
Georg

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Walli
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 07, 2018 10:52 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Eddie, ja das stimmt, das Sonnenlicht tut viel dazu die Weichmacher aus dem PVC der Isolierung zu verflüchtigen. Bei mir stehen alle Maschinen in einer dunklen Garage und auch Ersatzteile sind immer gut verpackt in Regalen gelagert, dies wirkt Verfall sehr gut entgegen. Aber wer diese Möglichkeit nicht hat und die Maschine draussen stehen lassen muss, kann mit Pflege dennoch gut etwas dageben tun, man muss nichts generell in Watte packen.

Ich bin ja mehr so der MZ / SIMSON Schrauber und die in die Jahre gekommenen Modelle haben inzwischen teilweise eine desolate Elektrik, man wundert sich das manche Kisten überhaupt noch gefahren sind. Als damals unsere geliebte XJ auf den Markt kam, erlernte ich den Beruf des Elektrikers, auch den KFZ Bereich inbegriffen. Ich helfe bis heute immer noch gern und so mancher hoffnungsloser Fall strandet bei mir auf dem Hof.

Die Kabelbäume von DDR Fahrzeugen ab den 70ern bestehen meist aus mehreren Teilstücken. Korrodierte Flachstecker tausche ich ich nur noch, wenn es mal einer oder zwei sind. Sieht alles so aus, oder ist Isolierung brüchig, ersetze ich gleich das Teilstück, denn wie Du sagst, die Korrosion zieht sich oft bis in die Kupferseele.
Ich habe Muster-Kabelbäume und bin ehrlich gesagt besser dabei, das Stück neu nachzubauen. Alle Quetschverbindungen bekommen einen Tupfen Polfett welches kurz mit der Heißluftpistole angehaucht, dann in die Verbindung zieht... das wirkt auf Dauer wahre Wunder.

Was immer noch viele falsch machen, das Motorrad mit scharfem Wasserstrahl abzuspritzen, ist für die Elektrik gar nicht gut. Hab mal zwei Bilder dabei von Zündschlössern der ETZ 250, oben von normalen Allwettermaschinen und daneben von Maschinen, welche in der Waschbox abgekärchert wurden.





Das Wasser durchdrang feinste Ritzen am Gummielement, welches das Zündschloss kapselt und sammelte sich in der tiefsten Stelle, wo dann immer dieser eine genietete Kontakt gammelte. Vorzugsweise kündigte sich dies mit Zündaussetzern in Rechtskurven an, da der Lenkereinschlag den Kabelbaum in dieser Position mechanisch leicht anspannte. Wer es nicht wusste und diesen Fehler suchte, war am Verzweifeln, denn man sah es nur wenn das Zündschloss ausgebaut wurde. Wink

So viel mal von mir zu Tips und Tricks allgemein in Sachen Elektrik... hat zwar jetzt nichts direkt mit der XJ zu tun und ich will kein MZ Forum hier aufmachen.

Mein Unfall liegt nun fast 6 Monate zurück, das Bein ist endlich zusammen gewachsen, so 300m kann ich schon laufen.
Die XJ bekommt endlich ihre Durchsicht und ich fange jetzt an, meine arg demolierte ETZ neu aufzubauen , zum Glück hat der Rahmen nichts abbekommen.

viele Grüße, Walli
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 07, 2018 12:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte vor zwei Jahren schon dokumentiert wie ich Kontaktprobleme behebe :

http://www.xj-forum.de/bb/viewtopic.php?t=33941

http://www.xj-forum.de/bb/viewtopic.php?t=33954

Ich hab da auch Kabelenden kürzen müssen weil Feuchtigkeit eingedrungen war und das Kupfer starken Grünspan hatte .

Auch das ein Grund für Wasserdichte Stecker .

Da ich in diesem Bereich nichts mehr verbessern kann hab ich mir Gedanken über Relaisschaltungen gemacht .

Gruss Axel
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Walli
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 07, 2018 12:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Georg, Yamaha hat da gute und langlebige Gummimischungen verwendet, mit Sicherheit da viel Chemie drin. Sämtliche Gummiteile an meiner 58L, auch die Tülle oben vom Kupplungszug oder am Handbremszylinder zeigen keinerlei Porösität. Einzig die beiden äußeren Ansaugstutzen am Vergaser bilden jetzt minimalste Risse, aber die werden ja thermisch auch ganz anders belastet.
Was ich mich immer gefragt habe, aus welchem Material die Stutzen vom Luftfilterkasten zu den Vergasern hin bestehen. Das ist kein Gummi, dies ist eine Plastikmischung, aber extrem widerstandsfähig.

Geplante Obsoleszens war eben damals noch kein Thema... wenn ich immer die China Motorgeräte oder Baumarktroller sehe, wird mir schlecht. Da löst sich Gummi schon nach zwei Jahren zu Kaugummi auf....

Gruß, Walli
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